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Nordlichter fotografieren in Island

Deine Reise nach Island ist gebucht, oder du spielst mit dem Gedanken zu buchen und machst dir Gedanken darüber wie du die Nordlichter / Aurora Borealis ablichten kannst?

Kein Problem, ich helfe dir!

In diesem kleinen Leitfaden werde ich versuchen, dir die Basics in für Anfänger verständlichen Worten mit auf den Weg zu geben. Es ist egal ob du ein kompletter Neuling oder bereits ein erfahrener Hobbyfotograf bist, du solltest ein wenig Grundwissen über deine Kamera mitbringen und wissen, wo du Dinge wie Blende, Belichtungszeit und ISO einstellen kannst. Denn genau das sind die 3 wichtigsten Drehregler in der Nordlicht-Fotografie!

 

PS: Bitte vergiss nicht ein Stativ mitzunehmen. Ohne ein stabiles Stativ, kannst du die Nordlichter nicht scharf abbilden. Bedenke, dass in Island sehr starke Winde deine Kamera mal eben ein paar Meter durch die Luft schleudern können.

Die Kamera

Grundsätzlich ist es möglich, mit einer günstiger Kamera die Nordlichter einzufangen. Auf meinen ersten zwei Reisen nach Island habe ich mit einer Canon M100 bereits schöne Eindrücke einfangen können. Doch auf was muss man beim Kauf achten?

 

DSLR? DLSM?

 

Egal! 
Grundsätzlich eignet sich auch ein Smartphone mit entsprechender App. Einen Unterschied wirst du erst an der Qualität erkennen. 

Damit du nicht ganz ratlos durch die Läden irrst, gebe ich dir ein paar Tipps mit auf den Weg. 

Ich würde dir definitiv auf eine Kamera mit Wechselobjektiven raten. Dadurch bist du wesentlich flexibler und kannst je nach Situation mal eben das Objektiv wechseln. Bei der Wahl des richtigen Objektivs, solltest du auf eine möglichst offene Blende, also einem sehr niedrigen f-Wert wie z.B. f2.0 achten. Außerdem ist es ratsam, ein Objektiv mit möglichst großem Winkel zu wählen.

Die Einstellungen

Bevor wir in den Tiefen der Einstellungen und Zahlen verschwinden, musst du auf eine Sache achten:

Stell den Fokus auf Unendlich, oder fixiere mit dem Autofokus den hellsten Stern am Himmel!

Wir möchten doch nicht, dass das Bild am Ende unscharf ist, oder?

Leider gibt es keine Geheimformel und die richtige Einstellung hängt von System und Umgebung ab. Doch ich werde dir versuchen meine Erfahrungswerte und deren Auswirkungen zu erläutern. Die richtige Mischung macht’s!

Blende

Damit du so viel Licht wie möglich einfangen kannst, setzt du hier den Wert auf die niedrigste Zahl. Bei der Canon M100 beträgt es f4.0. Dein Objektiv kann sogar tiefer? Perfekt! Somit ist die Blende weiter geöffnet und es kann mehr Licht rein. Kommst du hier mit dem Wert weiter runter, kannst du auch den ISO-Wert und die Belichtungszeit senken.

ISO

Dieser Wert hängt stark von deiner Kamera ab. Einige Kameras wie z.B. die Sony A7 M2 können bei ISO 10.000 noch rauschfreie Bilder schießen. Hier musst du leider experimentieren. Bis zu einem bestimmten Punkt kann Bildrauschen in Lightroom nachbehandelt werden. Deswegen habe ich mich bei der Canon M100 auf maximal ISO 3200. Kommst du hier mit dem Wert weiter hoch, kannst du die Belichtungszeit senken.

Belichtungszeit

Die Belichtungszeit macht genau das, was du dir denkst – Es gibt die Zeit an, wie lange belichtet wird.
Hier solltest du maximal 15 Sekunden wählen, da sonst die Rotation der Erde dir einen Strich durch die Rechnung bzw. durch das Bild macht und es zum Star Trailing (Sterne werden als Linien dargestellt) kommt. Dieser Wert hängt natürlich stark von deiner Blende und dem ISO ab. Bei f4.0 und ISO 3200 habe ich mich bei ca. 5-8 Sekunden bewegt. Im Vergleich unten, kannst du den Unterschied zwischen 8 und 15 Sekunden gut beobachten. Bei 15 Sekunden sieht man deutlich das Star Trailing.

Zu viele Informationen? Hier eine Zusammenfassung

  • Blende

    Die Blende so klein wie möglich (f1.2 is besser als f4.0).

  • ISO

    Den ISO so klein wie möglich. Ein akzeptables level an rauschen kann nachgebessert werden. ISO 3200 - 10.000.

  • Belichtung

    Belichtungszeit zwischen 4 und 15 Sekunden halten. Ab 15 Sekunden beginnt Star Trailing.

Fragen gibt es immer!

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Kategorie

Island, Tipps & Tricks